So wird Wohnen wieder leistbar

Steigende Baukosten, fehlender Wohnraum und lange Projektlaufzeiten stellen den Wohnungsmarkt vor enorme Herausforderungen. Doch leistbares Wohnen ist möglich, wenn wir Bauprozesse neu denken. 
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  • Großes Holzfertigteil für modernes und serielles Bauen
    Großes Holzfertigteil für modernes und serielles Bauen

Intelligente Lösungen für mehr Wohnraum

Allein in Deutschland fehlen mittlerweile rund 500.000 Wohnungen. Gefragt sind daher Baukonzepte, die schnell umsetzbar sind. STRABAG setzt hierfür auf die Sanierung und Weiterentwicklung bestehender Gebäude sowie serielles Bauen. 

Ist leistbares Wohnen auch nachhaltig?

Leistbares Wohnen und Nachhaltigkeit werden oft als Gegensätze wahrgenommen. Tatsächlich gibt es jedoch Bauweisen, die beide Ziele miteinander verbinden: Durch die intelligente Nutzung bestehender Gebäude, standardisierte Bauprozesse und innovative Bausysteme lässt sich neuer Wohnraum schneller, ressourcenschonender und wirtschaftlicher schaffen.

Vorhandene Ressourcen sinnvoll nutzen

Durch Bauen im Bestand wird nicht nur bezahlbarer Wohnraum geschaffen, indem bestehende Gebäude saniert, modernisiert, erweitert oder umgenutzt werden. Mit der konsequenten Nutzung bestehender Strukturen lassen sich Wohnprojekte in vielen Fällen auch schneller und effizienter realisieren, da Infrastruktur und Genehmigungen oft bereits vorhanden sind. So können etwa nicht mehr benötigte Büroimmobilien einfach in Wohnungen umgewandelt werden. Die Nutzung vorhandener Substanz, auch „graue Energie“ genannt, spart zudem eine Menge an CO2-Emissionen, die bei einem vollständigen Neubau durch die nötige Herstellung von Baustoffen wie Beton anfallen würden. Stattdessen werden viele Bauteile und Materialien wiederverwendet, was zugleich auch knappe Ressourcen spart. 

Schnell und kosteneffizient zu neuem Wohnraum

Ergänzend zum Bauen im Bestand bietet das serielle Bauen eine schnelle und kostensparende Lösung für den Neubau von Wohnungen. Serieller Wohnbau basiert auf standardisierten Bauteilen oder Modulen, die in einem Werk vorproduziert und vor Ort montiert werden. Dies verkürzt die Bauzeit, erhöht die Planungs- und Kostensicherheit und sorgt rasch und effizient für bezahlbaren Wohnraum.

Industrielle Lösungen für den Wohnbau

In Deutschland setzt die STRABAG-Tochter ZÜBLIN bei ihrem seriellen Bausystem MOLENO® gezielt auf den nachhaltigen Baustoff Holz, der mit Beton zu einer Holz-Hybrid-Konstruktion kombiniert wird. In Österreich haben wir das serielle Bauprodukt TETRIQX etabliert, welches ebenfalls aus industriellen vorgefertigten Bauteilen besteht: Die drei unterschiedlichen Wohnungstypen B, C und D lassen sich für ein Wohngebäude modular übereinander stapeln und nebeneinander anordnen. Beide Ansätze haben das gleiche Ziel: dringend benötigten Wohnraum schnell, wirtschaftlich und in verlässlicher Qualität zu schaffen.

  • Leistbare Immobilien

    Mit TETRIQX können wir Baukosten ab 1.950 Euro* pro Quadratmeter für hochwertige Wohnimmobilien ermöglichen.

  • Kürzere Bauzeiten

    Mit unserem Seriellen Systembau können wir die Bauzeit gegenüber konventionellen Bauverfahren bis zu 40 Prozent verkürzen.

  • CO2-Reduktion

    Mit MOLENO® senken wir die CO2-Emissionen im Rohbau um bis zu 30 Prozent durch Kombination von Beton mit dem klimafreundlichen Baustoff Holz 

So wird leistbares Wohnen Realität

Schneller bauen, Ressourcen schonen, Kosten im Überblick behalten: Diese Praxisbeispiele zeigen, wie innovative Baukonzepte leistbaren Wohnraum ermöglichen.

Effizienzsteigerung

In Kernen im Remstal, Deutschland, wurden 34 geförderte Wohnungen in serieller Holz-Hybridbauweise nach nur elf Monaten fertiggestellt. 

Mehr über serielles Bauen

Bestehendes bewahren

Aus einer über 100 Jahre alten Papierfabrik entsteht ein modernes Wohnquartier. Ein Vorzeigeprojekt für Bauen im Bestand: Ressourcen schonen, Geschichte bewahren, Wohnraum schaffen. 

Mehr über die Seidelschen Höfe

Vorfertigung im Werk

Bauelemente für TETRIQX werden im Werk des Tochterunternehmens Mischek Systembau vorgefertigt, wodurch bis zu 50 Prozent der vor Ort durchzuführenden Arbeiten bzw. Lagerflächen auf den Baustellen reduziert werden können.

Mehr über Mischek Systembau

  • Leistbares Wohnen ist machbar – aber nicht mit den Rezepten von gestern. Wir müssen schneller, nachhaltiger und standardisierter bauen, ohne dabei die Wohnqualität einzuschränken. Mit TETRIQX liefern wir eine Lösung, die Baupreise ab 1.950 Euro pro Quadratmeter für hochwertige Immobilien möglich macht. Das ist ein echtes Mittel gegen die drohende Wohnbaukrise.

    Markus Engerth
    Vorstandsmitglied der STRABAG AG Österreich

Häufige Fragen zum Bauen im Bestand und zum seriellen Bauen

  • Warum gewinnen serieller Wohnbau und Bauen im Bestand an Bedeutung?

    Die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum in vielen Städten und Metropolregionen wächst seit Jahren. Gleichzeitig steigen Baukosten, Grundstückspreise und Mieten- und auch die Anforderungen an Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz. Serielles Bauen sowie Modernisierung und Umbau bestehender Gebäude bieten Antworten auf mehrere dieser Herausforderungen gleichzeitig: Sie können dazu beitragen, schneller Wohnraum bereitzustellen, vorhandene Ressourcen besser zu nutzen und Bauprozesse wirtschaftlich effizienter zu gestalten. Für lebenswerte und bezahlbare Städte und Ballungsräume von morgen werden beide Ansätze eine zentrale Rolle spielen. 

  • Warum gilt serielles Bauen als wichtiger Hebel für mehr Wohnraum?

    Serielle Bauweisen können Bauprojekte beschleunigen, da viele Arbeitsschritte parallel stattfinden. Während auf der Baustelle beispielsweise die Gründung vorbereitet wird, können Fassadenelemente, Bäder oder ganze Raummodule bereits im Werk produziert werden. Dadurch lassen sich Bauzeiten verkürzen, Kosten besser kalkulieren, Ressourcen effizienter einsetzen, Wetter- und Terminrisiken reduzieren und Qualitätsstandards sichern. 

  • Bedeutet serielles Bauen automatisch monotone Architektur?

    Nein. Moderne serielle Bauweisen bieten heute deutlich mehr Gestaltungsfreiheit als frühere industrielle Baukonzepte. Dabei geht es nicht darum, identische Gebäude „von der Stange“ zu errichten. Die Standardisierung betrifft vor allem wiederkehrende technische und konstruktive Prozesse, nicht zwangsläufig die architektonische Gestaltung. Durch unterschiedliche Fassaden, Grundrisse oder Gebäudehöhen können durchaus individuelle Wohnquartiere entstehen. 

  • Warum ist Bauen im Bestand auch für Umwelt und Klima so wichtig? 

    Die Bauwirtschaft steht vor einem Paradigmenwechsel. Derzeit steht sie global gesehen zusammen mit dem Gebäudebetrieb für 37 Prozent des CO₂-Ausstoßes und die Hälfte des Rohstoffbedarfs. Angesichts des Klimawandels, der Ressourcenknappheit, des demografischen Wandels und der zunehmenden Urbanisierung ist klar, dass der Fokus nicht länger ausschließlich auf dem Neubau liegen kann. Stattdessen rückt das Bauen im Bestand – also die Sanierung, Modernisierung und Umnutzung bestehender Gebäude und Infrastrukturen – zunehmend in den Mittelpunkt nachhaltiger Stadtentwicklung. Werden bestehende Bauwerke erhalten und weitergenutzt, können große Mengen sogenannter „grauer Energie“ bewahrt werden. Im Vergleich zum Neubau werden so Baumaterialien eingespart, Abfallmengen reduziert, bestehende Infrastrukturen genutzt sowie Flächenverbrauch und Bodenversiegelung begrenzt. Bauen im Bestand ist damit ein wichtiger Baustein für eine ressourcenschonende Bauwirtschaft. 

  • Sanieren oder Neubau – was ist die klügere Alternative?

    Auf den ersten Blick wirkt ein Neubau oft günstiger. Wer jedoch die gesamten Kosten betrachtet, erkennt die Vorteile des Bauens im Bestand: Bestehende Strukturen können weiter genutzt werden, wodurch Zeit und Ressourcen eingespart werden. Zudem entfallen viele Kosten für Abriss, Entsorgung und aufwendige Genehmigungsverfahren. Sanierte Gebäude sind häufig schneller nutzbar, reduzieren Leerstand und binden weniger Kapital. Förderungen und steuerliche Vorteile verbessern zusätzlich die Wirtschaftlichkeit. Gleichzeitig steigern Modernisierungen den Immobilienwert und sorgen dafür, dass aktuelle Energie- und Qualitätsstandards erfüllt werden. Zusammengefasst: Die Sanierung bestehender Gebäude ist oft wirtschaftlicher, nachhaltiger und langfristig die klügere Alternative zum Neubau. 

  • Welches Potential hat „Bauen im Bestand“ in Europa? 

    Das Potenzial für Bauen im Bestand in Europa ist enorm, sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich. Um die Klimaziele der EU im Gebäudesektor bis 2050 zu erreichen, sind laut einer Studie der Allianz Versicherung allein im Wohnbau in den vier größten Ländern – Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien – Investitionen von rund 3 Billionen Euro in energetische Sanierungen nötig. Das klingt nach einer gewaltigen Summe, ist aber eine Investition in die Zukunft. Durch die energetische Sanierung und Modernisierung sollen laut der Studie langfristig bis zu 107.000 neue Arbeitsplätze entstehen und die Wertschöpfung der Immobilienbranche um rund eine Billion Euro steigen. Das zeigt: Bauen im Bestand ist nicht nur ein Beitrag zum Klimaschutz, sondern auch ein starker wirtschaftlicher Impuls für Europa. 

*per 1.1.2025: TETRIQX mit 7 Geschossen, nicht enthalten: Planung, Tiefgeschosse, große Außenanlagen, Garage, Sonderfundierungsmaßnahmen, Haustechnikzentrale. Quadratmeterpreis bezogen auf gewichtete NFL.