Nachhaltige Baustoffe: die Materialien der Zukunft
Ein Schlüssel für die Dekarbonisierung des Bauens
Die Baubranche verursacht mehr als ein Drittel des weltweiten CO2-Ausstoßes. Wer die Emissionen des Bauens reduzieren will, muss bei den Baustoffen ansetzen. Denn ein großer Teil der Umwelt- und Klimawirkungen eines Bauwerks entsteht bereits bei der Gewinnung von Rohstoffen, der Herstellung von Materialien und ihrem Transport zur Baustelle.
Deshalb sind nachhaltige Baustoffe ein zentraler Hebel auf unserem Weg zur Dekarbonisierung des Bauens. Sie helfen dabei, Ressourcen effizienter zu nutzen, Emissionen zu vermeiden, und Materialien möglichst lange im Kreislauf zu halten. Für STRABAG sind nachhaltige Baustoffe deshalb weit mehr als einzelne Produkte: Sie sind ein entscheidender Baustein für die Transformation der gesamten Bauwirtschaft.
Was sind nachhaltige Baustoffe?
Nachhaltige Baustoffe sind solche, die Ressourcen schonen, Emissionen reduzieren usoziale Verantwortung entlang der Wertschöpfungskette berücksichtigen und Bauwerke nachhaltiger machen – und das über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg. Nachhaltig ist ein Baustoff also vor allem dann, wenn neben der Produktion und Nutzung auch die Entsorgung und Wiederverwertung mitbedacht wird.
Auf einen nachhaltigen Baustoff treffen im Idealfall gleich mehrere dieser Eigenschaften zu:
- regional verfügbar
- nicht gesundheitsschädlich
- schnell wachsend
- energieeffizient in der Herstellung
- lange einsatzfähig
- kreislauffähig, recycelbar
Bei STRABAG setzen wir bereits an vielen Stellen auf emissionsreduzierte Baumaterialien, etwa mit CO2-reduziertem Beton und Stahl oder Holz. Nicht nur ein traditioneller Baustoff: Im Portfolio einer modernen Baubranche dürfen nachwachsende Rohstoffe nicht fehlen.
Nachwachsende Rohstoffe – das Baustoff-Revival
Nachwachsende Rohstoffe haben gegenüber nicht erneuerbaren Rohstoffen einen entscheidenden Vorteil: Sie binden im Wachstum CO2 und setzen in der Produktion weniger Treibhausgase frei.
Als (Neben)-produkt der Land- und Forstwirtschaft können nachwachsende Rohstoffe auch außerhalb des Nahrungs- und Futterbereiches vielseitig verwendet werden. So erhalten häufig auch Abfallprodukte ein neues Leben.
Beim Bauen haben nachwachsende Rohstoffe eine lange Tradition. Man denke zum Beispiel an Fachwerkhäuser aus Holz, Lehm und Stroh. Auch die moderne Bauindustrie hat sie wiederentdeckt. Sie sind als nachhaltige Baustoffe ein wesentlicher Baustein für eine klimaschonende Branche.
Die Liste an nachwachsenden Rohstoffen ist lang. Allen voran wird Holz bereits vielseitig eingesetzt. Daneben zeigen aber auch Materialien wie Stroh, Mais, Schilf, Zuckerrüben, Hanf sowie Pflanzenkohle als Zuschlagsstoff, dass sie das Potential zur echten Baustoff-Alternative haben.
Bei STRABAG sehen wir nachwachsende Rohstoffe als wachstumsstarkes Zukunftsfeld. Mit der Übernahme der Naporo Klima Dämmstoff GmbH im Jahr 2024 haben wir unser Portfolio um nachhaltige Dämmstoffe aus Hanf und Flachs erweitert, die über die STRABAG-Baustofftochter roxit gebündelt angeboten werden. Auf Basis innovativer Produktionstechnologien bauen wir unser Sortiment aus nachwachsenden Rohstoffen Schritt für Schritt weiter aus. Dabei setzt roxit auf eigene Expertise, technologische Weiterentwicklung und die Zusammenarbeit mit externen Partner:innen, um die Potenziale dieses Zukunftsmarkts gezielt zu erschließen.
Was sind die Vorteile nachwachsender Rohstoffe?
Mit den ökologischen Baumaterialien können synthetische und chemische Stoffe ersetzt werden, die in der Herstellung einen hohen Ressourcenverbrauch haben und häufig gesundheitsschädlich sind. Mit ihren positiven Eigenschaften kommen nachwachsende Rohstoffe zum Beispiel in Dämmstoffen, Plattenwaren wie Schalungen, in Bindemitteln sowie Putzen zum Einsatz.